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IM 70.3 Cervia / Emilia-Romagna

[hp] Saisonabschluss inkl es gibt nichts, was es nicht gibt - man lernt nie aus!

Aufgrund beruflicher Fortbildung erfolgte die Anreise am Freitag vor dem Rennen direkt von Bregenz. Ein kurzer Abstecher zum Flughafen Bologna, wo ich Evi abholte, ehe wir abends in Cervia eintrafen.

Ein typischer italienischer Badeort an der Adria. Leider bereits Saisonende und somit nicht mehr viel los.

Samstag früh einen Aktivierungslauf zum Schwimmstart der LD gemacht und gleich einen ersten Überblick über die Eventlocation gewonnen.

Nach dem Frühstück dann zur Registrierung.

Nachmittags noch einen kurzen Radcheck gemeinsam mit Markus H., ebenfalls ein Harry Arocker Jünger und alles für Sonntag vorbereitet.


Nach einer unruhigen Nacht, Danke Müllabfuhr, gegen 10.00 Uhr zum Bike-Checkin. Danach langsam Richtung Schwimmstart gewandert. Trotz 32°C und Wassertemperatur jenseits der 24°C war Neo erlaubt, neben dem reinen Schwimm-Sicherheitsaspekt vielleicht auch damit die vorhandenen Quallen nicht zum Problem würden.

Das Einschwimmen vorallem zur Kühlung genutzt, was allerdings nur bedingt geholfen hat, schließlich mussten alle um 11.30 aus dem Wasser in den Vorstartbereich. Ich ordnete mich brav bei den 30-34min Schwimmern ein und wartete wie alle anderen auch mit Neo in der prallen Sonne. Mein einziger Helfer eine kleine Wasserflasche.

Um 12.00 sollte der Start erfolgen, musste allerdings wegen irgendeinem Hindernis etwas nach hinten verschoben werden. Sofort liefen viele Starter inkl mir nochmals zum Wasser um sich abzukühlen, geholfen hat es nicht wirklich.

Um 12.15 dann endlich mein Start. Mit einem deutlichen Zischen hechtete mein aufgeheizter Körper ins "kühle" Nass.

Der Rollingstart verschaffte mir ein relativ entspanntes Schwimmen bei dem ich einige Athleten und Quallen überholen konnte und nach 32:40' wieder am Strand war.


Der Weg in T1 viel mir dann schon unerwartet schwer. Was ich anfänglich dem Laufen im Sand zuordnete, sollte sich dann jedoch als etwas anderes herausstellen.

Noch nie hatte ich Probleme meine Wechselsäcke zu finden, diesmal jedoch stand ich mit #1729 vor #1927 und wunderte mich, dass da nicht meine Sachen drinn waren. Beim zweiten Versuch war ich dann richtig. Die folgenden Handgriffe funktionierten automatisiert und so saß ich dann auf Iltschi und wollte das tun was ich eigentlich am Besten kann, nämlich Vollgas, lediglich es ging nicht. Jeder Tritt war mühsam. Passend dazu verlor ich aufgrund des schlechten Asphalt bereits bei der zweiten Linkskurve meine Gel-Flasche. So früh im Rennen ein no-go, also stehenbleiben, umdrehen, Flasche wieder aufnehmen und weiter. Lediglich die gewohnte Leichtigkeit wollte sich nicht einstellen. Stattdessen hatte ich einen deutlich höheren Flüssigkeitsbedarf der mich jede Labstelle ansteuern ließ. So kämpfte ich mich mehr schlecht als recht durch eine nichtssagende Landschaft in Richtung Wendepunkt.

Kurz vor der Wende dann das Highlight der gesamten Radstrecke, ein ca 2km langer teilweise recht sportlicher Anstieg hinauf zu einem Kloster, Burg, oder ähnlichem. Zur Belohnung dann gleich darauf die Abfahrt und durch weiterhin nichtssagende Gegend retour nach Cervia. Bei der letzten Labe musste ich noch einen Stop einlegen um eine meiner Trinkflaschen zu füllen. Die gereichten Getränke (Wasser u Gatorade) gab's nämlich nur in mit Radflaschenhaltern nicht kompatiblem Einwegplastik. Ich muss zugeben, dass mir der kurze Halt in diesem Moment nicht mal zuwider war, schließlich hatte ich mich mit meiner nicht vorhandenen Leistung längst abgefunden. Die restlichen Kilometer rollte ich dann hinter einer der vielen italienischen Gruppenausfahrten her, TO?, keine zu sehen.





Endlich in T2 angekommen (Radsplit 2:41), fühlte sich mein Körper nicht mehr sehr lebendig an, der Lauf zu den Wechselsäcken ließ mich für den letzten Part das Schlimmste Befürchten. Aber ersten kommt es anders und zweitens als man denkt.

Denn kaum hatte ich die Laufschuhe angeschnallt, fühlte es sich nicht mehr ganz so schlimm an. Ich lief zwar deutlich langsamer als angestrebt, aber ich lief! Die Laufstrecke führte in und durch Altort und entlang des Hafens, war brettleben und durchaus sehenswert. 3x 7km waren zu Laufen und mein Körper kehrte ins Leben zurück. Ab Runde 2 konnte ich meine Km-Pace sukzessive bis schlussendlich unter 5min steigern, klassischer Negativsplit, Zeit: 1:51. Auch wenn der Rennverlauf und das Ergebnis (5:17) nicht der eigenen Erwartungshaltung entsprachen, so war zumindest der Abschluss positiv.





Resümee: Cervia kann man, muss man aber nicht machen. Es gibt viele Destinationen mit mehr Flair.

Der Verfasser dieser Zeilen liegt übrigens gerade am Strand bei bewölktem Himmel und gegenüber gestern deutlich kühleren Temperaturen und fragt sich warum war's nicht andersrum.

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